Ist Ihre Darmflora "in Balance"?

Humane Darmflora

Neben einer Vielzahl von verschiedenen Bakterienspezies, ist die humane Darmflora zu 90 % von zwei
phylogenetischen Gruppen besiedelt, welche in einem symbiotischen Gleichgewicht agieren: Bacteroides und
Firmicutes. Bacteroides sind anaerobe, gram-negative Bakterien, die Teil der Normalflora des Intestinaltraktes sind. Im Dickdarm befinden sich ca. 1011 Bacteroides/g Stuhl und sind somit zahlenmäßig hier die dominierenden Bakterien. Die zweite phylogenetische Gruppe sind die Firmicutes. Clostridium Cluster XIVa ist eine Klasse der Firmicutes, zu welcher u.a. auch Eubacterium spp. und Roseburia spp. gehören. Äußere Einflüsse wie Stress und Ernährung können das vorliegende Gleichgewicht dieser Darmbakterien beeinflussen und weitreichende Folgen für den menschlichen Organismus haben. Mit ihrer Eigenschaft Fettsäuren zu produzieren, können Firmicutes in besonderem Maße den Energiehaushalt beeinflussen, so dass eine niedrige Bacteroides Keimzahl und ein erhöhter Anteil von Firmicutes häufig bei übergewichtigen Patienten beschrieben werden.1,2,3,4 Adipositas ist die häufigste Erkrankung der westlichen Welt und in Deutschland leiden geschätzt 20 % der Bevölkerung unter starkem Übergewicht und ca. 30 % an einer entsprechenden Vorstufe.
Mit Hilfe der RIDA®GENE Gut Balance real-time PCR kann das Verhältnis von Bacteroides und Clostridium Cluster XIVa ermittelt werden.

Referenzen

Max Rubner Institut: Nationale Verzehrs-Studie II.

Ley, RE et al. Microbial ecology: human gut microbes associated with obesity. Nature 2006, 444(7122):1022-1030.

Turnbaugh P et al. A core gut microbiome in obese and lean twins. Nature 2009, 457(7228): 480 – 484.

4 Vaarala O. Gut Microbiota and Type 1 Diabetes. Rev. Diab. Stud. 2013, 9(4): 251 -259.

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Diagnostik

RIDA®GENE Gut Balance ist eine real-time PCR zum direkten quantitativen Nachweis und Differenzierung von Bacteroides- und Clostridium Cluster XIVa-DNA aus humanen Stuhlproben. Nach der DNA-Isolierung werden (falls vorhanden) die spezifischen Genfragmente von Bacteroides und Cluster XIVa (16S-rRNA) amplifiziert.

Testprinzip

Die amplifizierten Zielsequenzen werden mit Hydrolyse-Sonden, die an einem Ende mit dem Quencher und am anderen Ende mit einem Reporter-Fluoreszenzfarbstoff (Fluorophor) markiert sind, nachgewiesen. In Gegenwart einer Zielsequenz hybridisieren die Sonden mit den Amplikons. Während der Extension trennt die Taq-Polymerase den Reporter vom Quencher. Der Reporter emittiert ein Fluoreszenzsignal, das durch die optische Einheit eines real-time PCR-Gerätes detektiert wird. Das Fluoreszenzsignal steigt mit der Menge der gebildeten Amplikons an und wird mit der parallel laufenden Standard DNA A-, B- und C-Kurven verglichen. Die Ermittlung des DNA-Gehaltes der Probe erfolgt mit der Umrechnung in die Konzentrationseinheit Zellen/g Stuhl mit Hilfe eines Korrekturfaktors. Der RIDA®GENE Gut Balance Test enthält eine Internal Control DNA (ICD), um die Probenpräparation und/oder eine potentielle PCR Inhibition kontrollieren zu können. 

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Validierte Extraktionsplattformen und RT-PCR Instrumente

  • RIDA Xtract
  • Maxwell 16 (Promega)
  • LightCycler 480II
  • Mx3005P
  • ABI7500/FAST/Dx
  • m2000rt
  • CFX96
  • SmartCycler
  • Rotor-Gene Q

Bestelldaten

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