Bakteriologie

Clostridium difficile

Clostridium difficile (C. diff.) ist ein weltweit vorkommendes Bakterium, das sowohl in der Umwelt wie auch im Darm gesunder Menschen und Tiere vorkommt. Durch eine längere Einnahme von Antibiotika wird die Darmflora verändert und die Giftstoffe des C. diff. eine Darmentzündung mit schweren Durchfällen verursachen können. Am häufigsten treten C. diff. Erkrankungen bei Krankenhauspatienten auf. Der hoch ansteckende Erreger wird mit dem Stuhl ausgeschieden und schon eine geringe Menge an Keimen reicht für eine Ansteckung aus. Es wird aber nicht jeder krank. Eine Laboruntersuchung des flüssigen Stuhls gibt Aufschluss darüber, ob tatsächlich C. diff. die Beschwerden verursacht. Als Screeningtest eignet sich das C. diff-spezifische Enzym Glutamat-Dehydrogenase (GDH). Es wird sowohl von toxigenen als auch von nicht-toxigenen Stämmen produziert. Die Infektion mit pathogenen Stämmen wird über den Nachweis der Toxine belegt (Toxin A/B-Test). Es gibt eine breite Palette der diagnostischen Methoden, um C. diff Infektion nachzuweisen.

 

Bordetella pertussis

Keuchhusten (Pertussis) ist eine hoch ansteckende bakterielle Atemwegsinfektion, die durch Bordetella pertussis verursacht wird. Pertussis tritt normalerweise bei Kindern mit paroxysmalen Krämpfen bei schwerwiegendem Husten auf. Die Krankheit führt besonders bei Kindern zu hoher Morbidität und Mortalität. Unbehandelt zieht sich die Erkrankung über Wochen hin, durch eine frühzeitig begonnene antibiotische Therapie hingegen wird der Verlauf verkürzt und die Kontagiösität unterbrochen. Abhängig von Stadium der Erkrankung bieten wir folgende Diagnostik an.

 

Staphylococcus aureus

S. aureus bildet zusammen mit anderen Bakterien einen Schutzschirm auf der Haut des Menschen. Wenn der Keim Gelegenheit bekommt, direkt in das Innere des Körpers zu gelangen, kann dieses Bakterium zu bestimmten Erkrankungen führen. Es entstehen Hautentzündungen oder Muskelerkrankungen wie die Pyomyositis. In einigen Fällen kann S. aureus jedoch auch lebensbedrohlichen Krankheiten wie eine Blutvergiftung, Lungenentzündung, das sogenannte Toxische Syndrom (TTS) oder Endokarditis hervorrufen. Im unserem Portfolio finden Sie folgenden Test für die MRSA Diagnostik.

 

Chlamydophila pneumoniae (früher Chlamydia pneumoniae)

Ch. pneumoniae ist ein weitverbreiteter Erreger von Infektionen des Respirationstrakts, der möglicherweise auch chronische, extrapulmonale Erkrankungen hervorruft. Hohe Durchseuchung (60-70% bei Erwachsenen) mit langer Antikörper-Persistenz erschwert die serologische Diagnostik akuter Infektionen. Nur hohe Antikörperspiegel oder signifikante Titeranstiege mit entsprechender klinischer Symptomatik sind diagnostisch verwertbar. Mykoplasmen sind zellwandlose Bakterien, die zu Infektionserkrankungen der Lunge sowie des Urogenitaltraktes führen können. Die Übertragung von M. pneumonieae erfolgt über Tröpfcheninfektion.

  • Nukleinsäure­amplifikations­technik
    • (Chlamydophila pneumoniae, Legionella pneumophila, Mycoplasma pneumoniae)

 

Mycoplasma pneumoniae

Das Bakterium Mycoplasma pneumoniae kommt ausschließlich beim Menschen vor und ruft verschiedene Erkrankungen hervor, zu denen in erster Linie die atypische Lungenentzündung (Pneumonie) gehört. Ebenso können eine Mittelohrentzündung, eine Entzündung des Kehlkopfes, eine Tracheobronchitis oder eine Hirnhautentzündung durch den Krankheitserreger verursacht werden. Die Übertragung des Bakteriums findet durch Tröpfcheninfektion statt. Besonders betroffen sind Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren.

 

Chlamydia trachomatis

Das Bakterium wird in verschiedene Serovare eingeteilt, die sich hinsichtlich der verursachten Erkrankungen unterscheiden: Serovare A-C: Konjuntivitis, Trachom; Serovare D-K: Infektionen des Urogenitaltrakts, der Analregion, Konjunktiven und des Respirationstrakts (Neugeborene); Serovare L1-L3: Lymphogranuloma venereum (LGV). Die Übertragung erfolgt über Sexualkontakte, Schmierinfektionen oder perinatal. Als Methode der Wahl gilt der Nachweis mit Nukleinsäure-Amplifikationstests.

 

Helicobacter Pylori

Seit seiner Entdeckung vor mehr als 20 Jahren durch Marshall und Warren1 ist Helicobacter pylori als eines der weltweit häufigsten und medizinisch wichtigsten Pathogene bekannt. Es ist mit Sicherheit erwiesen, dass Helicobacter pylori an den Ursachen chronischer Gastritis, Ulkuskrankheit, Lymphom im Lymphgewebe der Magenschleimhaut und Adenokarzinom des Magens maßgeblich beteiligt ist.

 

Enterohämorrhagische E. COLI (EHEC)

Enterohämorrhagische E. Coli (EHEC) wurden aus Patienten mit hämorrhagischer Kolitis und hämolytischurämischem Syndrom (HUS) isoliert. Bis heute ist der E. coli Serotyp O157:H7 der am häufigsten gefundene EHEC-Stamm im Stuhl dieser Patienten. Dies ist vermutlich auf die Tatsache zurückzuführen, daß die herkömmlichen diagnostischen Strategien wie die O157-Latex-Agglutinationstests auf der einzigartigen Fähigkeit dieses Stammes Ur Sorbit-negativen Fermentation beruhen: Das hauptproblem dieses Ansatzes ist, daß mindestens 50 weitere EHEC-Serotypen mit der hämorrhagischen Kolitis und dem HUS in Zusammenhang gebracht werden.

 

Es sind viele weitere Parameter in unserem Programm wie z.B.

  • B. henselae
  • C. burnetii
  • e. cchaffeensisH.inluenzae Typ B
  • L.penuophila
  • L.monocytogenes 1 und 4b
  • Y.enterocolitica
  • Campylobacter Antigen uwm.